Alle Katzenbabys durchgebracht

Die irrsinnige Menge an Katzenbabys, die uns dieses Jahr regelrecht überschwemmte, haben wir alle durchgebracht.

Bis auf eines – der kleine Bonsai hat es leider nicht geschafft, obwohl Esther so verzweifelt um sein Leben kämpfte… zuletzt 24h am Stück. Er war völlig dehydriert, weshalb er schließlich einem Organversagen erlag und in Esthers Armen starb. Sie hadert noch immer mit sich und fragt sich, ob sie genug für ihn getan hat.

Den anderen Katzenkindern geht es inzwischen recht gut, was jedoch, wegen der zahlreichen Krankheiten, eine Mammut-Aufgabe war.
Hier wird es allerdings immer voller, da wir ständig neue Katzenkinder erhalten. Wir wurden sogar von unserer Gemeinde gezwungen, einen Wurf mit vielen kranken Babys aufzunehmen, der einen Besitzer hatte – raten Sie, wer auf den Kosten sitzen
bleibt.


Das ist unser letzter Neuzugang,  morgen schon kommen die nächsten Kätzchen – wer weiß, was uns da wieder erwartet. Wir hoffen natürlich, dass sie nicht krank sind. Auch wir müssen ja einmal Glück haben und gesunde Katzen bekommen.

Die in dieser Gemeinde herrschende Kastrationspflicht ist ein zahnloser Tiger, ich kann mich noch daran erinnern, wie sie – auch im Rat – bei ihrer Verabschiedung gefeiert wurde. Wenn allerdings nichts zu ihrer Einhaltung unternommen wird, ist das doch alles völlig sinnlos.

Wir kämpfen weiter für das Wohl der Tiere, auch wenn wir keinerlei Rückendeckung erfahren und manchmal ob unseres Engagements sogar belächelt werden.
„Lass die zugereisten Deppen mal schön machen“ heißt hier die Devise.
Halt, ich muss mich korrigieren. Es gibt einige Unterstützer des Ulmenhofs, die „wie ein Mann“ hinter uns stehen. Diese Schar an, man kann sie schon fast Freunde nennen, wiegt vieles auf. Sie trägt uns in schlechten Zeiten und bringt uns oft wieder auf die Beine – dafür können wir uns nicht oft genug bedanken.

Nach über zwanzig Jahren Ulmenhof waren wir schon einige Male davor das Handtuch zu schmeißen. Sie dürfen nicht vergessen, dass wir (Esther und Thomas) im Grunde alleine sind. Ab und an gibt es zwar Hilfe, aber letztendlich liegt alles bei uns.
Solange aber meine schleichende Demenz nicht stärker wird, machen wir weiter. Obwohl Esther älter ist als ich, hat sie weniger Wehwehchen – die viele Arbeit hält wohl jung – oder liegt es daran, dass wir keine Zeit haben, um über Unpässlichkeiten nachzudenken.

Ein paar Fotos habe ich wieder beigefügt – ich stelle öfter mal eines bei Facebook oder Instagram rein, das ist halt schneller gemacht als einen Bericht zu schreiben. Es gibt aber auch Menschen die FB meiden – weshalb ich öfter darauf aufmerksam gemacht werde, dass ich schon länger nichts geschrieben habe.
Dafür war heute mal Zeit – eine Stunde geschenkt, das muss man ausnutzen.
Als besonderes 
Schmankerl (ich bin gar nicht aus Bayern, die würden mich auch nicht nehmen, bin ja nicht einmal getauft) habe ich Ihnen eine Eule reingestellt.
Es ist ein Foto aus unserer Scheune, wo recht viele Eulen leben. Ein Eulen-Foto zu ergattern ist aber ziemlich schwierig.